Können Osteuropäische Betreuungskräfte den Alltag mit dem Senior in Deutschland bewältigen?

Bereits im Jahre 2009 berichtete der Spiegel, dass sich die Zahl der Menschen über 65 bis 2040 verdoppeln wird (s. Artikel auf spiegel.de), so die Studie des Census Bureau der USA. Laut dem Bericht, werde der Anteil der Senioren und insbesondere der Über-80-Jährigen in den meisten Industriestaaten und vielen Entwicklungsländern ab 2010 stark ansteigen.

Dass das Älterwerden kein Zuckerschlecken ist, erfahren die meisten im engsten Familienkreis. Demenz, Aggressivität und Unzufriedenheit bringen Spannungen in das Familienleben. Die 24h-Betreuung durch osteuropäische Betreuungskräfte gewinnt deshalb immer mehr an Popularität. Doch wie funktioniert das wirklich? Können osteuropäische Betreuungskräfte den Alltag mit dem Senior in Deutschland bewältigen?

Es ist wie immer im Leben. Es gibt gute und weniger gute Tage im Zusammenleben mit dem Senior. Schmerzende Glieder, nachlassende Sehkraft und chronische Erkrankungen gehören oft zum Seniorenalltag dazu. Kein Wunder also, dass ältere Menschen aggressiv, unzufrieden und launisch sind. Eine Belastung für die ganze Familie. So mancher Senior würde dem Leben gerne davonlaufen.

Und so gewinnen 24h-Betreuungshilfen immer mehr an Bedeutung. Da sich die meisten älteren Menschen ein Leben in gewohnter, häuslicher Umgebung wünschen, ist die private, häusliche 24h-Betreuung in Deutschland, Österreich und der Schweiz mittlerweile fest verankert.

Die osteuropäischen Betreuerinnen sprechen gut Deutsch. Sie haben Geduld im Umgang mit älteren Menschen, bringen oft jahrelange Erfahrung mit und fügen sich gut in das Familienleben ein. Voraussetzung ist eine gute Beratung vorab. Die „Chemie“ zwischen Vermittlungsagentur und Auftraggeber sollte von Anfang an stimmen, dann gibt es keine unliebsamen Überraschungen.

Die Aufgaben einer Vermittlungsagentur liegen klar auf der Hand. Neben der reinen Erstvermittlung einer 24h-Betreuungskraft, sorgt die Vermittlungsagentur auch dafür, dass der Wechsel (meist nach 2-3 Monaten) nahtlos abläuft. Auch der ständige Kontakt zur Familie und der Betreuungskraft ist selbstverständlich. Kurz: Die Vermittlungsagentur stellt eine Schnittstelle zwischen der Auftrag gebenden Familie und der Betreuungskraft dar. Sie sorgt dafür, dass beide Seiten entlastet werden. Verträge, Unterlagen, Absprachen, nahtloses Wechselsystem, Urlaubsvertretungen, eventueller vorzeitiger Wechsel der Betreuerin, all diese Aufgaben übernimmt die Agentur.

Ist die Wahl für die Betreuung getroffen, die Formalitäten besprochen, kommt die Betreuerin nach Deutschland und kümmert sich liebevoll um den Seniorenhaushalt. Selbstverständlich verfügt sie über genügend Deutschkenntnisse, so dass sie Gespräche führen, problemlos Einkäufe tätigen oder ein eventuell notwendiges Telefonat mit dem Arzt und/oder Familie führen kann. Sie ist oft genug die beste Zuhörerin, die ein Senior rund um die Uhr um sich hat.

Viele Betreuerinnen haben bereits Jahre lange Erfahrung im Umgang mit älteren Menschen. Sie haben Verständnis für die wechselnden Launen und sind geduldiger als so manches Familienmitglied. Nicht selten können die Betreuerinnen Referenzen vorweisen und verfügen über abgeschlossene Erste-Hilfe-Kurse.

Die 24h-Betreuung bildet eine Alternative zum Altenheim und ist für den Senior sicher angenehmer. Denn so kann er einen ruhigen Lebensabend in seiner gewohnten Umgebung verbringen.

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